Stuttgart / DPA  Uhr
Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat das Gerichtsurteil zum Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Gegner am "Schwarzen Donnerstag" ungewöhnlich scharf kritisiert.

"Richter sind nicht unfehlbar", sagte Wendt anlässlich einer Gewerkschaftsveranstaltung in Stuttgart. Der harte Einsatz war aus Sicht des Verwaltungsgerichts Stuttgart rechtswidrig. Wendt hingegen hält ihn nach eigenen Worten für verhältnismäßig.

Das Urteil könne Polizeiführer verunsichern. "Möglicherweise werden keine Wasserwerfer mehr eingesetzt aus Furcht, von Verwaltungsrichtern belehrt zu werden." Das Gericht habe Jahre später festgestellt, dass der Einsatz unverhältnismäßig gewesen sei. Die Polizei habe aber einen Auftrag gehabt: "Und der hieß, den Platz zu räumen." Bei der Räumung des Stuttgarter Schlossgartens für S 21 waren mehr als 160 Menschen verletzt worden.