Stuttgart / DPA Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat seinen engen Vertrauten und bisherigen Chef der Staatskanzlei, Klaus-Peter Murawski, in den Ruhestand verabschiedet.

Dabei würdigte er Murawskis Einsatzbereitschaft, Sachkompetenz und Durchsetzungsstärke. „Klaus-Peter Murawski war in den letzten Jahren immer da, immer auf Empfang, immer erreichbar und abrufbar“, sagte Kretschmann laut Mitteilung des Staatsministeriums vom Montag.

Der Chef der FDP-Fraktion, Hans-Ulrich Rülke, hält Grün-Schwarz für schwer angeschlagen – und wirbt für eine Deutschland-Koalition.

So habe Murawski in der Flüchtlingskrise wichtige Weichen gestellt. „Ohne ihn, ohne seine Leitung und Koordinierung hätten wir diese Krise nicht so erfolgreich gemeistert.“

Murawski hatte Ende Juli seinen Rückzug angekündigt - aus gesundheitlichen Gründen, wie es hieß. Zuletzt war er im Zuge des Stuttgarter Klinikskandals ins Visier der Opposition geraten. Wer Nachfolger von Murawski im Staatsministerium wird, war zunächst nicht öffentlich bekannt.

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