Ulm Kommandeur: Keine größere Gefahr für Ulm als Nato-Standort

Generalleutnant Jürgen Knappe. Foto: Thomas Warnack
Generalleutnant Jürgen Knappe. Foto: Thomas Warnack © Foto: Thomas Warnack
Ulm / DPA 12.06.2018

Der Aufbau des neuen Nato-Kommandos in Ulm wird nach Einschätzung des zuständigen Befehlshabers nicht zu einer stärkeren militärischen Gefährdungslage für die Donaustadt führen. „Es wird keine größere oder geringere Bedrohung sein als heute“, sagte Generalleutnant Jürgen Knappe am Dienstag in Ulm. Er verwies darauf, dass in Ulm bereits seit Jahren ein multinationales Kommando stationiert ist, das weltweite Kriseneinsätze führen kann.

Knappe leitet den Aufbaustab des im Zuge der Nato-Aufrüstung gegen Russland geplanten neuen Kommandos für schnelle Truppen- und Materialtransporte (JSEC). Für den Standort Ulm hatten sich die Nato-Verteidigungsminister Anfang Juni auf Vorschlag der Bundesregierung entschieden. Dem Kommando sollen nach anfänglichen Schätzungen „im Friedensbetrieb“ etwa 100 Offiziere und Soldaten angehören sowie rund 500 im Krisenfall.

Der Aufbau des JSCE erfolgt im Zuge der Stärkung der Kommando- und Streitkräftestruktur der Nato. Die Allianz reagiert damit auf die als aggressiv wahrgenommene Politik Russlands, darunter die Unterstützung pro-russischer Separatisten in der Ukraine und die Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim.

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