Würzburg/Stuttgart Klimawandel wirkt sich im Südwesten aus

Würzburg/Stuttgart / LSW 07.12.2012

Der Klimawandel wird in Süddeutschland verstärkt Hoch- und Niedrigwasser mit sich bringen. Der Trend der vergangenen Jahre mit deutlich mehr Niederschlägen im Winter und weniger im Sommer werde künftig "gnadenlos fortgesetzt", sagte der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Paul Becker, gestern am Rande einer Konferenz in Würzburg zur Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft. Das Symposium war von Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz sowie dem Wetterdienst organisiert worden.

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) mahnte, nicht nur auf die Veränderungen durch den Klimawandel zu reagieren. "Die Bekämpfung des Klimawandels muss ebenso vorangetrieben werden." Die Umweltminister der drei Bundesländer glauben, dass der Hochwasserschutz in den Ländern weiter verbessert werden muss. Das betreffe nicht nur Regionen mit Flüssen und Bächen. Auch in den Städten müsse auf den zunehmenden Niederschlag reagiert werden. "Die Abwassersysteme in den Städten müssen für die Zukunft gewappnet werden. Da ist noch fast nichts gemacht", sagte Becker.

Doch nicht nur zu viel Wasser beschäftigt die Experten. Auch zu wenig Wasser macht ihnen Sorgen. Wegen Trockenperioden sinke der Grundwasserspiegel in einigen Regionen Süddeutschlands.