Bildung Kehrtwende in der Schulpolitik: Grün-Schwarz stellt 1300 Lehrer ein

Stuttgart / Roland Muschel 18.07.2017

Für zentrale bildungspolitische Projekte kann Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) 2018 rund 840 zusätzliche Lehrer einsetzen und 2019 weitere 513. Einen entsprechenden Vorschlag haben Eisenmann und Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) nach Informationen der SÜDWEST PRESSE der Haushaltskommission unterbreitet. Das Konzept sei auf breite Zustimmung gestoßen, hieß es aus Koalitionskreisen. Am Samstag soll das Vorhaben abgesegnet werden.

Danach stehen für die weitere Ausbaustufe der Poolstunden an Realschulen 2018 zusätzliche 155 Deputate zur Verfügung, 2019 weitere 103. Für den Ausbau der Inklusion werden 2018 und 2019 jeweils 160 zusätzliche Stellen veranschlagt, für den Einstieg in Informatik an allen weiterführenden Schulen 133 Deputate in 2018 und 42,5 in 2019. Für den Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen werden in beiden Jahren je 53 zusätzliche Stellen berechnet, für die Stärkung von Deutsch und Mathe an in der Grundschule insgesamt 160 Deputate. Dazu kommen 71 Stellen für den Ausbau des Ethikunterrichts und 65 Stellen für die Profilbildung an Gymnasien.

Durch das Aus der noch von Grün-Rot vereinbarten Streichung von 700 Stellen bis zum Jahr 2020 kann ein Teil der Pläne verwirklicht werden. Eisenmann will zudem die Zahl der Abordnungen von Lehrern in die Verwaltung um 256 Stellen reduzieren.