Stuttgart/Heimsheim Justizminister will Handy-Schmuggel im Gefängnis eindämmen

Stuttgart/Heimsheim / dpa 16.08.2016

So sollen die Fenster zu den Haftzellen so umgerüstet werden, dass größere Gegenstände vom Hof des Gefängnisses aus nicht mehr hindurchgereicht werden können. Das Ministerium prüft auch, den Außenzaun des Gefängnisses mit Gittern zu verstärken. In Heimsheim waren im Jahr 2015 mehr als 400 Handys sichergestellt worden, die in die Haftanstalt geschleust worden waren.

In Haftanstalten sind Handys generell verboten, weil sich Gefangene damit zu Straftaten absprechen könnten. Da die Telefone aber immer kleiner werden, können sie auch einfach am Körper versteckt werden. In Heimsheim versuchten Unbekannte im vergangenen Sommer, Handys mit einer Drohne in die Haftanstalt zu schmuggeln. Das Fluggerät stürzte damals allerdings vor den Gefängnismauern ab. Häufig werden die Handys aber auch einfach über die Gefängnismauer geworfen. In Heimsheim hatten Häftlinge kürzlich Fotos mit Handys gemacht und mindestens ein Bild im Internet gepostet.