Stuttgart / DPA

Das Innenministerium plant für 2019 einen Direkteinstieg von Juristen in den höheren Polizeivollzugsdienst. Geplant ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Einstellung von jährlich drei Juristen, die dann Führungsaufgaben übernehmen können. Sie sollen zuerst auf Probe als Polizeirätin oder Polizeirat eingestellt werden. Extra dafür sollen den dpa-Informationen zufolge die Laufbahnverordnung geändert und neue Ausbildungs- und Fortbildungsregularien festgelegt werden.

Juristen als Leiter von Polizeirevieren, Kriminalinspektionen und Einsatzhundertschaften sind der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) jedoch ein Dorn im Auge. „Das Innenministerium geht wohl davon aus, dass diese Juristen in der Lage sind, komplexe polizeiliche Lagen zu führen und herausgehobene Kriminalfälle zu lösen. Nicht mit uns“, sagte der DPolG-Landesvorsitzende Ralf Kusterer auf Anfrage.