Stuttgart Juristen als Chefs bei Polizei geplant: Gewerkschaft dagegen

Ralf Kusterer, der Landesvorsitzende Baden-Württemberg der Deutschen Polizeigewerkschaft Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/Archiv
Ralf Kusterer, der Landesvorsitzende Baden-Württemberg der Deutschen Polizeigewerkschaft Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/Archiv © Foto: Marijan Murat
Stuttgart / DPA 27.06.2018

Das Innenministerium plant für 2019 einen Direkteinstieg von Juristen in den höheren Polizeivollzugsdienst. Geplant ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Einstellung von jährlich drei Juristen, die dann Führungsaufgaben übernehmen können. Sie sollen zuerst auf Probe als Polizeirätin oder Polizeirat eingestellt werden. Extra dafür sollen den dpa-Informationen zufolge die Laufbahnverordnung geändert und neue Ausbildungs- und Fortbildungsregularien festgelegt werden.

Juristen als Leiter von Polizeirevieren, Kriminalinspektionen und Einsatzhundertschaften sind der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) jedoch ein Dorn im Auge. „Das Innenministerium geht wohl davon aus, dass diese Juristen in der Lage sind, komplexe polizeiliche Lagen zu führen und herausgehobene Kriminalfälle zu lösen. Nicht mit uns“, sagte der DPolG-Landesvorsitzende Ralf Kusterer auf Anfrage.

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