Karlsruhe Islamische Reformbewegung will Frieden der Religionen wahren

Mitglieder der islamischen Religionsgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) beten in der dm-Arena. Foto: Uwe Anspach
Mitglieder der islamischen Religionsgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) beten in der dm-Arena. Foto: Uwe Anspach © Foto: Uwe Anspach
Karlsruhe / DPA 07.09.2018

Die muslimische Reformbewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) will sich für den Austausch der Religionen stark machen. „Kernthema ist, dass wir als Muslime uns für den Frieden einsetzen müssen, zwischen Religionen und in der Gesellschaft“, sagte der Sprecher der Organisation, Asif Malik, am Freitag zu Beginn des dreitägigen Jahrestreffens in Karlsruhe. Daher seien etwa 3000 Gäste eingeladen worden, die nicht Muslime seien, sondern etwa Christen und Juden oder Mitarbeiter integrativer Projekte und Politiker. Voneinander lernen stehe im Vordergrund.

Drängendes Thema sei zudem der wachsende Rechtsradikalismus - „für alle Minderheiten“. Er sei eine Herausforderung für die Gesellschaft, in der immer mehr zugespitzt debattiert werde, sagte Malik. Weiteres Thema sei die Diskussion um die Zugehörigkeit des Islam zu Deutschland.

Insgesamt werden bis Sonntag etwa 40 000 Menschen erwartet. Zum 43. AMJ-Jahrestreffen kommen nach Angaben der Veranstalter Delegierte der Bewegung aus Dutzenden Ländern zusammen.

Die Ahmadyya bezeichnet sich als größte islamische Gemeinde der Welt. Sie sieht sich als liberale, aber wertkonservative, Reformgemeinde und ist in Hamburg und Hessen als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Damit hat sie einen vergleichbaren Status wie die christlichen Kirchen.

Infos zur Bewegung

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel