Stuttgart Immokredit-Bundesgesetz: Baden-Württemberg will Änderungen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann in einer Pressekonferenz. Foto: Lino Mirgeler/ Archiv
Ministerpräsident Winfried Kretschmann in einer Pressekonferenz. Foto: Lino Mirgeler/ Archiv
Stuttgart / dpa 04.10.2016

"Was wir da machen, ist sehr vernünftig für den Wohnungsmarkt." Es geht um ein Gesetz, das die Auflagen zur Vergabe von Wohnimmobilien-Krediten verschärft hat. So kann etwa der Wert von Häusern und Wohnungen nicht mehr so wie vorher bei der Berechnung von Sicherheiten eingerechnet werden. Auch die Kreditanforderungen für junge Ehepaare und Rentner wurden erhöht.

Damit sollte eigentlich der Verbraucherschutz gestärkt und zudem verhindert werden, dass in Zukunft massenhaft faule Kredite platzen. Aus Sicht von Bankenvertretern ging der Bund bei dem seit gut einem halben Jahr gültigen Gesetz aber zu weit. Sie warnen davor, dass Banken aus Sorge vor nachträglicher Anfechtung der Verträge weniger Kredite vegeben und damit auch "Häuslebauer" betroffen wären. Dieser Sichtweise folgt die grün-schwarze Landesregierung, sie will eine Absenkung der Kredithürden erreichen. Die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen wollte sich der Initiative anschließen.

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