Stuttgart Immobilienverband fordert Ministerium mit Baukompetenzen

Stuttgart / dpa 21.03.2016

Das sagte der Vorsitzende des Verbandes baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen (vbw), Robert an der Brügge, am Montag in Stuttgart. "Jedes Ministerium vertritt seine eigenen Interessen - es mangelt an Abstimmung."

Die neue Regierung sollte Wohnungs- und Baukompetenzen in einem Ministerium bündeln, wie dies bis 2006 - damals im Innenministerium - geschehen sei. Derzeit seien die Zuständigkeiten auf die Ressorts Infrastruktur, Umwelt, Wirtschaft- und Finanzen sowie Integration aufgeteilt. Dieses komplizierte Kompetenzkonstrukt mit langwierigen behördlichen Abstimmungsprozessen sei umso unverständlicher, da die Bautätigkeit wegen des Flüchtlingszuzugs doch dringend hochgefahren werden müsse, meinte der Verbandschef.

Er forderte zudem, das Wohnbauförderprogramm von 115 Millionen Euro pro Jahr "um ein Vielfaches" aufzustocken, auch um den Jahresbedarf an 25 000 Wohnungen für Flüchtlinge zu decken. Über zinslose Darlehen, die über das Landesprogramm bereitstehen, könnten nur maximal 2000 Wohnungen im Jahr entstehen. Der vbw vertritt etwa 300 Immobilienfirmen mit 450 000 Wohnungen im Südwesten, knapp zehn Prozent des Gesamtbestandes.

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