Stuttgart Hoffmeister-Kraut: Handel wichtig für lebendige Innenstädte

Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschafts- und Arbeitsministerin von Baden-Württemberg. Foto: Bernd Weissbrod/Archiv
Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschafts- und Arbeitsministerin von Baden-Württemberg. Foto: Bernd Weissbrod/Archiv © Foto: Bernd Weissbrod
Stuttgart / DPA 19.07.2018

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hat die Bedeutung des klassischen Einzelhandels für die Kommunen hervorgehoben. Er sei prägend für die Innenstädte und die Ortsmitten, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag im Stuttgarter Landtag. Er bestimme die Attraktivität der Städte mit. Der Einzelhandel befinde sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Deshalb startete das Wirtschaftsministerium das Projekt „Handel 2030“, das Strategien für die künftige Aufstellung der Branche erarbeiten soll. Sie stehe durch den zunehmenden Online-Handel, den Mangel an Fachkräften, teilweise hohen Ladenmieten und Belastung durch die Bürokratie vor besonderen Herausforderungen.

Der Einzelhandel ist den Angaben zufolge mit 44 500 Unternehmen und 576 000 Beschäftigten eine der wichtigsten und vor allem beschäftigungsintensivsten Branchen im Land. Die Grünen-Abgeordnete Andrea Lindlohr sagte, der Einzelhandel bleibe ein wichtiger Vertriebskanal. In der globalisierten Wirtschaft sei lokal eine Marke.

Die Oppositionsparteien von SPD, FDP und AfD kritisierten mögliche Fahrverbote in den Innenstädten infolge der schlechten Luft. Es müsse dafür gesorgt werden, dass die Innenstädte gut zu erreichen seien, sagte der SPD-Abgeordnete Boris Weirauch. Notwendig sei ein weiterer Ausbau des Nahverkehrs. Der FDP-Abgeordnete Erik Schweickert monierte, dass ein Jahr vergangen sei, bis das Projekt „Handel 2030“ startete. Der Vorschlag dafür war von der CDU-Fraktion gekommen. Ihr Abgeordneter Claus Paal warnte davor, das Thema Handel auf die Ladenöffnungszeiten zu reduzieren.

Der Präsident des Handelsverbands, Hermann Hutter, sagte, die Branche stehe vor weiteren großen Herausforderungen - unter anderem durch Digitalisierung, Fachkräftemangel, problematischer Logistik inklusive Fahrverboten und der immer stärker werdenden Bürokratie. „Hier benötigt der Handel Rückendeckung und aktive Unterstützung von Seiten der Politik.“

Tagesordnung

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel