In der Donauregion im Grenzgebiet zu Bayern könnten Biber einem Bericht zufolge künftig leichter umgesiedelt oder erlegt werden. Der erste Wildtierbericht des Landes empfehle, dort ähnliche Regeln wie in Bayern zu testen, berichtet die „Schwäbische Zeitung“. Im Freistaat werden jährlich etwa 1500 Biber erlegt, im Südwesten wurde bislang keine Tötung genehmigt.

Der Wildtierbericht liefert die Grundlage für Entscheidungen darüber, welche Tiere dem Jagd- und Wildtiermanagementgesetz unterstellt und getötet werden dürfen. Der Biber gehöre - wie der Wolf - weiter nicht dazu, berichtet die „Schwäbische Zeitung“. Für den Biber sollen demnach aber Alternativen getestet werden. Auch in Bayern muss laut Zeitung jeder Biber-Abschuss von den Behörden genehmigt werden, die Hürden seien aber wesentlich niedriger als in Baden-Württemberg.

Agrarminister Peter Hauk (CDU) will den Bericht am Dienstag im Kabinett vorstellen, wie seine Sprecherin bestätigte. Inhaltlich wolle er sich vorher nicht äußern. Vor dem Landesjägertag am Wochenende sagte er jedoch: „Wir haben 5500 Biber im Land, pro Jahr werden es ein Drittel mehr. Wir werden dem nicht Herr, wenn wir den natürlichen, jährlichen Zuwachs nicht abschöpfen und in ein sinnvolles und nachhaltiges Management einsteigen.“

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Geislingen/Gruibingen