Stuttgart Handel warnt vor Citymaut: „Wegezoll“ vertreibt Kunden

Sabine Hagmann, die Geschäftsführerin des Handeslverbandes Baden-Württemberg, in ihren Geschäftsräumen. Foto: Nikolai Huland/Archiv
Sabine Hagmann, die Geschäftsführerin des Handeslverbandes Baden-Württemberg, in ihren Geschäftsräumen. Foto: Nikolai Huland/Archiv © Foto: Nikolai Huland
Stuttgart / DPA 04.07.2018

Mit scharfer Kritik hat der Handelsverband Baden-Württemberg auf den Vorschlag des neuen Städtetagspräsidenten Peter Kurz (SPD) zu einer Citymaut reagiert: „Damit legen wir den Grundstein für eine Art Wegezoll, den die Innenstadtbesucher und Kunden des Einzelhandels bezahlen sollen“, erklärte Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Verbands, einer am Mittwoch verbreiteten Pressemitteilung zufolge.

Die Branche sei unter anderem durch den zunehmenden Online-Handel stark unter Druck geraten. „Eine Citymaut wird zwangsläufig die Frequenz in den Innenstädten weiter verringern, dafür aber E-Commerce und damit weiter steigende Lieferaktivitäten in den Wohnbezirken befördern“, so Hagmann.

Der Städtetagspräsident hatte am Dienstag mehr Spielraum für die Kommunen im Kampf gegen Luftverschmutzung gefordert. „Die Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden muss erweitert werden - auch auf Citymaut und Nahverkehrsabgabe“, erklärte der Mannheimer Oberbürgermeister, der vor kurzem an die Spitze des Kommunalverbandes gewählt worden war. Für die Einführung einer solchen Nahverkehrsabgabe, mit der etwa in Stuttgart geliebäugelt wird, wäre ein entsprechendes Landesgesetz erforderlich.

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