Die Grünen-Fraktion im Landtag hat die Landesregierung aufgefordert, die Tiertransporte in 17 Nicht-EU-Staaten nach bayerischem Vorbild einzuschränken. „Für den Tierschutz sind die 17 Länder Staaten des Schreckens: Die Verstöße reichen von tierquälerischen Schlachtmethoden, extrem langen Transportwegen bis zur schlechten Versorgung mit Wasser und Futter“, sagte die tierschutzpolitische Sprecherin Thekla Walter am Mittwoch.

Bayern will Tiertransporte in bestimmte Staaten künftig erheblich einschränken. Das Münchner Umweltministerium teilte mit, es habe eine entsprechende Liste mit derzeit 17 Staaten außerhalb der EU erarbeitet. Tiertransporte dorthin seien tabu - außer es werde lückenlos nachgewiesen, dass deutsche Tierschutzstandards eingehalten werden.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hatte am Mittwoch die anderen Bundesländer aufgefordert, sich dem anzuschließen. Mecklenburg-Vorpommern hat einem generellen Transportverbot in die betreffenden Länder bereits eine Absage erteilt, Sachsen-Anhalt will strengere Regeln prüfen.

Auf der Tabu-Liste Bayerns stehen die Länder Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Irak, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Libanon, Libyen, Marokko, Syrien, Tadschikistan, Türkei, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan.

Grünen-Fraktion im Landtag