Giftiges Schwermetall

SWP 31.07.2013

Schlimmstenfalls tödlich Das giftige Schwermetall Quecksilber reagiert im Körper mit lebenswichtigen Enzymen und hemmt deren Wirkung. Die Einnahme kann zu Erbrechen und Durchfall führen, bei längerer Aufnahme auch zu Seh- und Gedächtnisstörungen sowie zu Halluzinationen. Gelangt die Substanz in die Umwelt, kann sie von Mikroorganismen in Verbindungen umgewandelt werden, die das Zentrale Nervensystem schädigen und schlimmstenfalls zum Tod führen.

Tausende Opfer In den 1950er Jahren erkrankten in Japan tausende Menschen, weil sie quecksilberverseuchte Fische und Muscheln aus der Minamata-Bucht gegessen hatten, in die eine Chemiefirma Quecksilber-Methylat eingeleitet hatte. Zahlreiche Menschen starben.

Lebendiges Silber Quecksilber wird unter anderem für Neonröhren, Energiesparlampen und Amalgam-Zahnfüllungen verwendet. Auch in Fieberthermometern und anderen Messgeräten klassischer Bauart findet sich das einzige bei Raumtemperatur flüssige Metall. Die Instrumente wurden in der Vergangenheit aber zunehmend durch quecksilberfreie ersetzt. In der Industrie dient Quecksilber etwa zur Gewinnung von Edelmetallen und der Chlorherstellung. Allerdings gibt es auch hier immer mehr Möglichkeiten, ohne das umweltschädliche Schwermetall auszukommen. Wegen seiner Farbe und Beweglichkeit wurde es früher auch "lebendiges Silber" genannt. dpa

"Der Alte muss weg"