Interessenten für die Papiere hatte der Berliner im Internet gefunden. "Käufer konnten auch Kriminelle sein", sagte der Vorsitzende Richter Edgar Gramlich und kritisierte die "Schlamperei" bei Zulassungsstellen in Wiesloch und Nordrhein-Westfalen. Dort seien die anzumeldenden Autos nicht identifiziert worden. Die vorgelegten Papiere hätten als Fälschungen erkannt werden können.

Es war ein einträgliches Geschäft für den heute 51-jährigen Verurteilten. Fast 650.000 Euro hat er nach Rechnung des Gerichts mit seinen Straftaten erlöst. Mindestens 300.000 Euro davon seien ihm nach Abzug seiner Kosten als Gewinn geblieben, sagte der Richter. Um die Herkunft der Autos zu verschleiern, täuschte der Angeklagte vor, gebrauchte Wagen aus den USA zu importieren. Zumeist handelte es sich um Luxuslimousinen sowie teure Oldtimer und Lamborghini-Sportwagen. Die Fahrzeugidentifikationsnummern stammten aber von Autos in der Schweiz. Deren Besitzer ahnten nichts davon. Den deutschen Zulassungsstellen wurden gefälschte US-Dokumente und falsche Unbedenklichkeitsbescheinigungen des Zolls vorgelegt.