Sigmaringen Gericht erörtert Fall des zurückgeholten Flüchtlings

Der Eingang vom Verwaltungsgericht in Sigmaringen (Baden-Württemberg). Foto: Thomas Warnack/Archiv
Der Eingang vom Verwaltungsgericht in Sigmaringen (Baden-Württemberg). Foto: Thomas Warnack/Archiv © Foto: Thomas Warnack
Sigmaringen / DPA 21.06.2018

Der von der Bundesregierung aus Afghanistan zurückgeholte Flüchtling Haschmatullah F. wird heute vor dem Verwaltungsgericht Sigmaringen zu seinen Fluchtgründen befragt. Der 24-Jährige hatte gegen die Ablehnung seines Asylantrages im Januar 2018 geklagt. Das Gericht muss entscheiden, ob das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) mit der Ablehnung richtig oder falsch lag.

„Ich bin vom Verfolgungsschicksal meines Mandanten vollständig überzeugt“, sagte Anwalt Markus Niedworok. Haschmatullah F., der in Tübingen lebt, war eigenen Angaben zufolge wegen Bedrohungen durch die Taliban und die Terrormiliz Islamischer Staat geflüchtet. Sie hätten ihn verfolgt, weil er für das afghanische Militär mit ausländischen Kräften zusammengearbeitet habe, machte er bereits im Dezember 2017 geltend.

Das Bamf hatte zunächst erlaubt, den afghanischen Staatsangehörigen im September 2017 nach Bulgarien zurückzuschicken, das Land seiner ersten Registrierung. Bulgarien schob den Mann nach Afghanistan ab. Auf Anordnung des Sigmaringer Verwaltungsgerichts kehrte er im Dezember 2017 mit Visum nach Deutschland zurück, wo sein Asylgesuch jedoch Anfang 2018 abgelehnt wurde.

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