Vogelgrippe Geflügel-Stallpflicht wegen Vogelgrippe nur noch punktuell

lsw 14.03.2017

Trotz einer hohen Zahl infizierter Wildvögel ist Baden-Württemberg beim jüngsten Vogelgrippe-Ausbruch glimpflich davongekommen. Agrarminister Peter Hauk (CDU) sagte gestern in Stuttgart, dass zwar 307 Wildvögel positiv auf den aggressiven Virustyp H5N8 getestet worden seien. Das sei bundesweit ein Spitzenwert. Aber Nutzgeflügel war nicht betroffen. Kein Züchter musste seinen Geflügelbestand wegen Vogelgrippe töten. Hauk führte das auf ein verantwortungsbewusstes Verhalten der Züchter und Kontrollen zurück.

Die Stallpflicht für Geflügel wird nun weiter gelockert, aber noch nicht vollständig aufgehoben. Sie gilt bis zum 20. April unter anderem für die Gebiete am Bodenseeufer und an den Flüssen Rhein und Main sowie für die Donau im Stadtgebiet Ulm, im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Sigmaringen. Für Ulm und angrenzende Gemeinden wird die Stallpflicht bis 24. März verlängert. Hauk geht davon aus, dass eine weitere Verlängerung nicht nötig sein wird, da das Virus mit den steigenden Außentemperaturen zurückgedrängt wird.

Im Februar habe es insgesamt noch zehn Vogelgrippe-Ausbrüche bei Wildvögeln in Baden-Württemberg gegeben; der letzte Nachweis war am 22. Februar 2017 bei einer verendeten Wildente in Ulm.