Asperg Gefängnismuseum widmet sich "Remstalrebell" Palmer

Boris Palmer (Grüne) steht neben Ausstellungsvitrine über seinen Vater Helmut. Foto: Ch. Schmidt
Boris Palmer (Grüne) steht neben Ausstellungsvitrine über seinen Vater Helmut. Foto: Ch. Schmidt
Asperg / dpa 23.03.2016

Sohn, der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne), am Mittwoch im Museum. Helmut Palmer, 1930 als uneheliches Kind eines Juden geboren, fühlte sich sein Leben lang von der Justiz verfolgt, die er als von Nationalsozialisten dominiert ansah. Aufgrund seines losen Mundwerks und aufbrausenden Wesens erhielt er immer wieder Strafen wegen Beleidigung und Ordnungswidrigkeiten. Er saß 423 Tage in Haft - rund fünf Monate davon im Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg (Kreis Ludwigsburg).

Durch mehr als 280 Kandidaturen bei Kommunalwahlen wurde Palmer landesweit bekannt. In seinen Reden prangerte er Obrigkeitshörigkeit an und warb für Bürgerbeteiligung nach Schweizer Vorbild. Die Ausstellung ist vom 27. März an geöffnet.

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