Verkehr Gäubahn: CDU-Landesgruppe macht Scheuer Druck

Stuttgart / Petra Walheim 21.06.2018

Knapp zwei Monate, nachdem das Eisenbahnbundesamt den zweigleisigen Ausbau der Gäubahn zwischen Horb und Neckarhausen genehmigt hatte, wird die baden-württembergische CDU-Landesgruppe in Berlin ungeduldig. In einem Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) drängen die 38 CDU-Bundestagsabgeordneten aus dem Land „weiter auf einen schnellen Ausbau der Gäubahn zwischen Singen und Stuttgart“.

Der Landesgruppen-Vorsitzende Andreas Jung (Konstanz) und der bahnpolitische Sprecher Michael Donth (Reutlingen) fordern,  dass die Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Deutscher Bahn für den Ausbau des Streckenabschnitts „zeitnah“ realisiert wird. Parallel sollte der spätere Einsatz von Neigetechnik-Zügen sicher gestellt werden.

Meldungen, wonach die Bahn diese Finanzierungsvereinbarung erst abschließen wolle, wenn das Konzept für den Einsatz der Neigetechnik-Züge stehe, hatten für Irritationen gesorgt.  Die Abgeordneten befürchten weitere erhebliche Verzögerungen. Das Ziel des Ausbaus und des Einsatzes der Züge ist, die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Zürich um 20 Minuten zu verkürzen. Dass der Brief gerade jetzt an Scheuer geschickt wurde, habe nichts mit dem Streit in der Union zu tun, versichert Andreas Jung.

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