Vier Bio-Musterregionen gibt es in Baden-Württemberg schon, jetzt  kommen fünf hinzu: in den Kreisen Hohenlohe/Schwäbisch Hall, Ludwigsburg/Stuttgart, Emmendingen/Breisgau-Hochschwarzwald/Freiburg, Biberach und Neckar-Odenwald. Das gab das Landwirtschaftsministerium bekannt. In den ausgewählten Regionen fördert das Land ein Regionalmanagement zur Unterstützung des Öko-Landbaus vor Ort mit bis zu 100 000 Euro jährlich.

„Der wachsende Öko-Markt bietet sehr gute wirtschaftliche Chancen für unsere heimischen Erzeuger und Verarbeiter“, sagt Landwirtschaftsminister Peter Hauk.  Die vorgelegten Konzepte seien ideenreich, „damit kann das Bewusstsein für ökologischen Landbau und für regionale Bio-Lebensmittel weiter gestärkt und in die Fläche getragen werden.“

Landwirte, Verarbeiter und Vermarkter sollen durch das geförderte Regionalmanagement ins Gespräch gebracht werden. Das Regionalmanagement solle mit den Akteuren des Öko-Sektors Maßnahmen für mehr Öko-Landbau in Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung entwickeln. „Dies wird zu einem Sogeffekt für Bio in den Regionen führen“, so Minister Hauk

Die neuen Musterregionen seien ein wichtiger Schritt zur Stärkung des baden-württembergischen Ökosektors, sagt Christian Eichert von der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau Baden-Württemberg (AÖL). „Wir sind hoffnungsfroh, dass die grün-schwarze Landesregierung die derzeit zur Diskussion stehende Weiterentwicklung des Öko-Aktionsplans dazu nutzt, weitere Schwerpunkte zu setzen und insbesondere auch die dafür notwendigen Finanzmittel für unseren Sektor bereitzustellen.“  Das Land sei in der Pflicht, „bei seinen eigenen Liegenschaften und bei Unternehmen wie Rothaus Bräu selbst mit gutem Beispiel voranzugehen, wenn es um die Ökologisierung unserer Lebensumwelt geht“, so Eichert.

Vor einem Jahr wurden die ersten Musterregionen ausgewählt: Die Kreise Bodensee und Konstanz, Ravensburg, der Enzkreis und der Kreis Heidenheim mit Ostalbkreis-Kommunen.