Freiburg Fristlose Kündigung für Sicherheitsdienst

WAL 19.02.2016
Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) hat die Verträge mit der Tuttlinger Sicherheitsfirma, die in den Erstaufnahmestellen in Villingen und Donaueschingen eingesetzt war, fristlos gekündigt. Die Wachleute sind am Donnerstag abgezogen.

Die Flüchtlinge, die in Villingen unter deren Obhut standen, wurden in den Teil der Unterkunft verlegt, in der die zweite dort tätige Security noch im Einsatz ist.

Als Grund für die fristlose Kündigung nennt das RP, es habe "verlässliche Informationen erhalten, die diesen Schritt erforderlich gemacht haben". Zudem hatte das RP den Sicherheitsdienstleister intern geprüft. "Die Firma war nicht in der Lage, fristgerecht die erforderlichen Nachweise zur Zuverlässigkeit des Unternehmens und der eingesetzten Mitarbeiter vorzulegen", sagte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Die Firma wurde am Donnerstag aufgefordert, das Gelände der Erstaufnahmestellen in Donaueschingen und Villingen unverzüglich zu verlassen. Ein anderes Unternehmen hat die Überwachung übernommen.

Das RP reagiert damit auch auf einen Handgranaten-Anschlag Ende Januar auf den Container des Wachpersonals des nun gekündigten Unternehmens. Hintergrund des Anschlags sollen Rivalitäten zwischen dieser und einer zweiten Sicherheitsfirma sein. Die Granate explodierte nicht. Drei Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft, die Ermittlungen laufen.