Braunschweig/Mannheim Fremdsprache und Deutsch nicht gegeneinander ausspielen

Holger Hopp, Professor für Englische Sprachwissenschaft an der TU Braunschweig. Foto: Johannes Fehrle/aktuell
Holger Hopp, Professor für Englische Sprachwissenschaft an der TU Braunschweig. Foto: Johannes Fehrle/aktuell © Foto: Johannes Fehrle
Braunschweig/Mannheim / DPA 03.09.2018

Für den Anglisten Holger Hopp ist der verschobene Start von Englisch oder Französisch an den Grundschulen in Baden-Württemberg aus Sicht der Forschung nicht gerechtfertigt. „Man gibt hier vorschnell Potenziale des frühen Fremdsprachenunterrichts auf, um Deputate zu verschieben“, sagte Hopp der Deutschen Presse-Agentur in Mannheim. Er war an der Universität Mannheim tätig, bevor er 2016 als Professor für Englische Sprachwissenschaft an die TU Braunschweig wechselte.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) verlegt zum neuen Schuljahr den Einstieg in die erste Fremdsprache auf Klasse drei, um Stunden für Lesen, Schreiben und Rechnen in den beiden ersten Klassen zu schaffen. Ein solches „Nullsummenspiel“ verkenne jedoch die Effekte des frühen Fremdsprachenerwerbs, wenn er von qualifizierten Lehrern vermittelt werde, sagte der Sprachwissenschaftler. Ein qualitativ hochwertiger Fremdsprachenunterricht ab Klasse eins und die Stärkung der Grundlagen in Deutsch und Mathematik dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Holger Hopp

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel