Bundesrat Freigrenze für Vereine soll steigen

Wolfgang Reinhart
Wolfgang Reinhart © Foto: Silas Stein/dpa
Stuttgart/Bremen / Roland Muschel 07.06.2018

Das rot-grün regierte Bremen und das grün-schwarz regierte Baden-Württemberg wollen mit einem gemeinsamen Vorstoß erreichen, dass gemeinnützige Vereine stärker als bisher von steuerlichen Pflichten entlastet werden. Konkret sieht ein Entschließungsantrag beider Länder für den Bundesrat vor, dass Gewinne aus sogenannten wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben wie dem Getränke- oder Essensverkauf auf einer Festveranstaltung bis zu einer Höhe von 45 000 Euro pro Jahr nicht besteuert werden. Bislang liegt die entsprechende Freigrenze bei 35 000 Euro. Beträge, die darüber liegen, unterliegen grundsätzlich der Körperschafts- und der Gewerbesteuer. Die letzte Erhöhung der Besteuerungsgrenze liegt bereits mehr als zehn Jahre zurück.

Das grün-schwarze Kabinett in Stuttgart und die beiden Regierungsfraktionen haben deshalb beschlossen, dass Baden-Württemberg den Antrag mittragen wird. „Baden-Württemberg ist ein Ehrenamtsland und das Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft. Alles, was der Stärkung und der Förderung des Ehrenamts dient, ist für die CDU-Fraktion unterstützenswert“, begründete deren Fraktionschef Wolfgang Reinhart gegenüber dieser Zeitung den Vorstoß. 

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