Freiburg Freiburg schreibt mehr soziale Wohnungen vor

Freiburg / WAL 22.05.2015
Seit Jahren ist es in Freiburg so gut wie unmöglich, eine bezahlbare Mietwohnung zu finden - , weil es zu wenig Wohnungen gibt, und weil die, die es gibt, so teuer sind, dass sie von Normalverdienern nicht bezahlt werden können.

Das soll sich in den nächsten Jahren ändern. Der Gemeinderat hat mit der knappen Mehrheit von 25 Ja- zu 24 Nein-Stimmen beschlossen, dass künftig die Hälfte der neu gebauten Wohnungen unter die Regeln des geförderten Mietwohnungsbaus fallen muss. Bisher sind es 30 Prozent. Die Mieten für die Wohnungen sollen zudem für eine bestimmte Zeit auf niedrigem Niveau festgeschrieben werden.

Damit ist die Mehrheit des Gemeinderats dem Antrag von SPD, Unabhängige Listen, Freiburg Lebenswert sowie FDP und JPG gefolgt. Grüne, CDU, Freie Wähler und Oberbürgermeister Dieter Salomon haben dagegen gestimmt. Der grüne Rathauschef Salomon, Baubürgermeister Martin Haag und Finanzbürgermeister Otto Neudeck befürchten, dass Investoren das Interesse an Freiburg verlieren könnten, wenn sie die Hälfte der Wohnungen zu günstigen Preisen vermieten müssen.

Diese Regelung gilt nicht für alle Grundstücke. Nur dort, wo die Stadt zum Beispiel mit Erschließungen oder der Herstellung von Infrastruktur beteiligt ist, gilt diese 50-Prozent-Regelung. Das ist allerdings ein Großteil der Flächen.

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