Technik Forschungsoffensive soll Land zum schwäbischen Valley machen

Roland Muschel 16.12.2016

Landesregierung, Max-Planck-Gesellschaft, die Universitäten Tübingen und Stuttgart sowie Unternehmen starten eine Forschungsoffensive für künstliche Intelligenz. „Unser Ziel ist es, nicht nur die besten Maschinen zu bauen, sondern auch die schlauesten“, sagte Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) zum Auftakt. Bei der digitalen Revolution habe Europa die erste Halbzeit verloren, nun aber laufe die zweite. „Wir werden diesen Kampf gewinnen.“

Kretschmanns Zuversicht gründet auf der in der Region Stuttgart-Tübingen angesiedelten neuen Forschungsallianz „Cyber Valley“, die nach Vorbild des kalifornischen Silicon Valley Erkenntnisse aus der Forschung rasch in konkrete industrielle Anwendungen   überführen soll. Mögliche Felder sind autonom fahrende Autos, intelligente Haushaltshilfen oder winzige Roboter, die Krankheiten diagnostizieren können.

Nukleus der Allianz sind die Max-Planck-Institute für intelligente Systeme in Stuttgart und Tübingen, in die seit Gründung über 200 Millionen Euro investiert worden sind. Das Land fördere den Verbund bis 2020 mit mindestens 50 Millionen Euro, kündigte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) an. Die industriellen Gründungspartner Bosch, Daimler, BMW, Porsche, ZF Friedrichshafen und die US-Firma Facebook schießen ebenfalls Millionenbeträge zu. Weitere Partner und Investoren sollen folgen. Die Gelder fließen zunächst in Lehrstühle und die Nachwuchsförderung; später auch in einen eigenen Campus. Roland Muschel

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