Eiszeitfunde Fokus auf älteste Kunstwerke in der Region

Blaubeuren / Thomas Spanhel 31.07.2018

Auf die Eiszeitkunst im Ach- und Lonetal der Schwäbischen Alb soll noch besser aufmerksam gemacht werden. Dazu hat sich Wissenschaftsministerin Theresia Bauer beim Besuch des Urgeschichtlichen Museums in Blaubeuren bekannt. „Wir wollen der Region nichts wegnehmen“, sagte sie bei ihrem Besuch der Ausstellung, in der einige der mit rund 40 000 Jahren ältesten Kunstwerke der Menschheit ausgestellt werden. Im Zentrum stehe, das Zusammenspiel der vielen Akteure, die sich um das Unesco-Weltkulturerbe im Ach- und Lonetal kümmern, weiter zu stärken. Demnächst werde das Land mit dafür sorgen, dass die Höhlen besser erreicht werden können.

Theresia Bauer will allerdings „Stuttgart und Tübingen“ bei dem Thema „nicht vergessen“. Es gebe auch eine „Verpflichtung“, im Landesmuseum in Stuttgart die Besucher auf die einmaligen Fundorte auf der Schwischen Alb aufmerksam zu machen. Mit Hilfe welcher Fundstücke das am besten geschehen könne, sei derzeit „Gegenstand von Gesprächen“.

Der Tübinger Archäologie-Professor Nicholas Conard hob den Stellenwert des Blaubeurer Museums hervor, in dem sich Forschung und Öffentlichkeitsarbeit in idealer Weise ergänzen würden. Mit weit über 60 000 Besuchern im vergangenen Jahr habe es bewiesen, wie erfolgreich es arbeitet. Dank der Wissenschaftler dort sei etwa eine Neandertaler-Ausstellung möglich geworden. Andererseits würden das Museum und die berühmten Grabungsorte dabei helfen, weltweit wertvolle Kontakte zu knüpfen. Um das Museum attraktiv zu halten, brauche es neue spektakuläre Funde, die dort regelmäßig präsentiert werden, und Sonderausstellungen.

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