Stuttgart Fingerabdruck-Scanner werden bald landesweit eingesetzt

Stuttgart / DPA 11.01.2018

Nach einem erfolgreichen Praxistest sollen Fingerabdruck-Scanner zur Registrierung von Flüchtlingen landesweit verteilt werden. In den kommenden Wochen werden die Ausländerbehörden im Südwesten mit den Geräten beliefert, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Donnerstag mitteilte. Bei einem Pilotprojekt in Stuttgart und Ludwigsburg habe sich das System bewährt. Die „Stuttgarter Nachrichten“ hatten zuvor darüber berichtet.

Flüchtlingen, die sich bei Landratsämtern oder in den Stadtkreisen bei den Verwaltungen melden, wird ein Abdruck mehrerer Finger abgenommen. Bislang passierte das nur bei den Erstaufnahmeeinrichtungen. Der gescannte Abdruck kommt in das Ausländerzentralregister.

Dieses hilft dabei, Menschen trotz unterschiedlicher Schreibweisen etwa bei arabischen Namen und verschiedener Ortsangaben identifizieren zu können. Dadurch kann der Aufenthalt in Deutschland unter verschiedenen Identitäten sowie Sozialleistungsbetrug verhindert werden. Der Ministeriumssprecher betonte: „Wir wollen wissen, wer sich bei uns aufhält.“

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