Land am Rand Fine-Tuning am Bobby Car

St. Johann-Würtingen / Madeleine Wegner 21.06.2018

Entschleunigung liegt im Trend. Schließlich leben wir in Zeiten der Reizüberflutung. So mag es wenig verwunderlich sein, dass eine so herrlich nostalgische Sportart wie das Seifenkistenrennen wieder populär wird. Deren zeitgemäße Variante nennt sich allerdings „Speeddown“. Da geht es weiter, kurvenreicher und, ja, auch schneller zu. Moderne Technik hat auch hier Einzug gehalten – freilich ohne, dass die Erbauer Abgaswerte fürchten müssten. „Speeddown“ eine Frage der Klasse, wie sich bei den Deutschen Meisterschaften am 30. Juni und 1. Juli auf der Alb in St. Johann-Würtingen zeigen wird.

Besonders praktisch ist etwa die Klasse 2: Hier dürfen alle Fahrzeuge starten. Solange sie sicher sind. Spannend wird es in Klasse 3: Rennbobbys mit geteilter Karosserie. „Die Königsklasse unter den Bobbys. Wer da nicht selbst drin sitzt, bezeichnet die Fahrer gerne als verrückt“, heißt es in der offiziellen Beschreibung. Eine ungeteilte Bobby Car-Karosserie ist Voraussetzung für Klasse 4, in der ansonsten alles ausgetauscht werden darf: „Schon mit wenigen Änderungen kann aus einem Kinderspielzeug ein richtig schnelles Gefährt entstehen.“ (Verraten Sie das nicht Ihren Kindern!) Kein Tuning darf in Klasse 5 erkennbar sein. Der Soifa-Bobby-Club St. Johann rät: „Nur ein wenig Schmiermittel an die Räder und Achsen und los geht‘s ...“ Auf komplette Entschleunigung setzen hingegen die Seifenkistenbastler, die in der „Fun-Klasse“ antreten: die einzige Klasse, in der es nicht um Bestzeiten, sondern ums Aussehen geht.

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