Stuttgart Finanzministerin Sitzmann: Änderung bei Abschreibungsgrenze

Edith Sitzmann (r, Grüne). Foto: Lino Mirgeler/Archiv
Edith Sitzmann (r, Grüne). Foto: Lino Mirgeler/Archiv © Foto: Lino Mirgeler
Stuttgart / DPA 09.08.2018

Baden-Württembergs Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) fordert bessere Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen bei Laptops, Computern oder Büromöbeln. Die Wertgrenze für die sogenannte Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter soll auf 1000 Euro angehoben werden, wie Sitzmann am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Bislang liegt sie demnach bei 800 Euro. Bis zu dieser Summe können die Güter sofort nach der Anschaffung beim Fiskus geltend gemacht werden. Bei einer Anhebung um 200 Euro auf 1000 Euro würde die sogenannte Pool-Abschreibung überflüssig - und im Zuge dessen nehme die Bürokratie ab.

Bei der Pool-Abschreibung bilden Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler bislang einen Sammelposten für diese Güter von bis zu 1000 Euro, der dann gleichmäßig auf fünf Jahre abgeschrieben wird. Sitzmann hatte sich schon einmal für die Grenze von 1000 Euro ausgesprochen. Die Grenze der geringwertigen Wirtschaftsgüter stieg Anfang des Jahres von bislang 410 Euro auf die nun geltende Obergrenze von 800 Euro.

Die Steuerverwaltung im Südwesten nahm im vergangenen Jahr rund 77,8 Milliarden Euro ein, wie Sitzmann mitteilte. Der Anstieg betrug 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Als Grund für das Plus wurde die weiter gute Konjunktur genannt. Die Grünen-Politikerin warb zudem erneut für die elektronische Abgabe der Steuererklärungen über das Programm Elster. Die Quote bei den Erklärungen zur Einkommensteuer stieg von 57,3 auf 60,03 Prozent im Jahr 2017.

Finanzministerium zu Steuern

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