Paris Hitzewelle macht Frankreichs Atomkraftwerken zu schaffen

Über dem Atomkraftwerk Fessenheim geht die Sonne unter. Foto: Violetta Kuhn/Archiv
Über dem Atomkraftwerk Fessenheim geht die Sonne unter. Foto: Violetta Kuhn/Archiv © Foto: Violetta Kuhn
Paris / DPA 03.08.2018

Die Hitzewelle in weiten Teilen Frankreichs sorgt für Einschränkungen bei Atomkraftwerken. Wie der französische Energiekonzern EDF mitteilte, wurde der Reaktor 1 des Atomkraftwerkes Saint Alban südlich von Lyon angehalten und vom Stromnetz getrennt, um eine übermäßige Erhitzung der Rhone zu verhindern. Das Kühlwasser des Kraftwerks stammt aus dem Fluss.

EDP drosselte zudem die Leistung des Atomreaktors Fessenheim 2 unweit der deutschen Grenze. Damit solle die Aufheizung von Kühlwasser begrenzt werden, das aus dem parallel zum Rhein verlaufenden Grand Canal d'Alsace stamme und dorthin wieder zurückfließe. Die Sicherheit werde nicht beeinflusst.

Das Kraftwerk Fessenheim im Elsass mit zwei Reaktoren ist das älteste noch laufende Atomkraftwerk Frankreichs. Es gilt bei Kritikern seit langem als Sicherheitsrisiko. Nach neuen Plänen von EDF sollen die beiden Reaktoren bis zum letzten Vierteljahr 2019 laufen, das ist länger als bisher bekannt.

Mitteilung EDF (Frz.)

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