Landesparteitag FDP fordert Informatik für alle Schularten

FDP-Landeschef Michael Theurer kritisierte in Fellbach die Landesregierung massiv.  Foto: Imago
FDP-Landeschef Michael Theurer kritisierte in Fellbach die Landesregierung massiv. Foto: Imago © Foto: Foto: Imago
Roland Muschel 07.01.2017

Die Südwest-FDP fordert Grün-Schwarz auf, den Informatikunterricht ohne Abstriche flächendeckend in den Klassen 6 bis 10 einzuführen. Die Landesregierung müsse „die personellen, räumlichen und technischen Grundlagen für alle avisierten Klassenstufen, für alle Schularten und ohne Einsparungen an anderer Stelle im Bildungsbereich bereitstellen“, heißt es in einem Antrag, den die Delegierten des FDP-Landesparteitags am Donnerstag beschlossen haben. Innerhalb der Regierung hatte es zuletzt Streit um Kürzungen von Lehrerstellen gegeben, in deren Folge der Informatikunterricht nun zunächst allein an den siebten Klassen des Gymnasiums eingeführt werden soll.

Bei der Grundschulempfehlung setzte der Parteitag ebenfalls einen Akzent. Die FDP begrüßt danach den Beschluss von Grün-Schwarz, dass sich eine weiterführende Schule über die Grundschulempfehlung ihrer künftigen Schüler informieren darf. Allerdings wollen die Liberalen der Schule auch das Recht einräumen, dass sie „einen Schüler mit nicht zureichender Grundschul­empfehlung ablehnen kann“. In einem weiteren Antrag fordert die FDP von Grün-Schwarz, auf das „finanzielle Sonderopfer der Kommunen“ zur Sanierung des Landesetats zu verzichten.

FDP-Landeschef Michael Theurer klagte, in Berlin wie Stuttgart dominiere Innovationsfeindlichkeit die Regierungspolitik. „Was für Deutschland die Mutti ist, ist für Baden-Württemberg der Opi“, sagte er in Anspielung auf Kanzlerin Angela Merkel und Grünen-Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Mit Blick auf den Absturz des Landes bei Schulvergleichsstudien und Gründerrankings sagte Theurer: „Das ist nicht die Liga, in der wir spielen wollen!“ rol