Stuttgart Fall Freiburg: Gibt es Versäumnisse bei der Justiz?

Stuttgart / DPA 09.11.2018

Im Fall der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg gerät nach der Polizei auch die Justiz in den Fokus parlamentarischer Nachforschungen. Die grün-schwarzen Regierungsfraktionen fordern laut „Südwest Presse“ (Samstag) von Justizminister Guido Wolf (CDU) Informationen dazu, wie frühere Straftaten des mutmaßlichen Haupttäters verfolgt wurden.

Grünen-Rechtsexperte Jürgen Filius sagte dem Blatt: „War sich die Justiz der Gefährlichkeit des Intensivstraftäters bewusst angesichts der Serie an Straftaten? War bekannt, dass er eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellt?“ CDU-Rechtsexperte Bernhard Lasotta sagte: „Wir wollen Transparenz in die Sache bringen.“

Wolf soll laut Zeitung am 22. November im Ständigen Ausschuss des Landtags berichten - etwa dazu, wie viele und welche Taten der Verdächtigte bereits begangen hat und wie diese von der Justiz bearbeitet wurden.

Mitte Oktober soll eine 18 Jahre alte Studentin in Freiburg nach einem Discobesuch von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Gegen den Hauptbeschuldigten lag ein Haftbefehl vor, der aber zunächst nicht vollstreckt wurde. Deshalb steht Innenminister Thomas Strobl (CDU) in der Kritik.

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