Stuttgart Experte: Zwischen Türken vermitteln

dpa 24.07.2016

Sie sollten das Gespräch zwischen den türkischen Gruppierungen suchen und versuchen, sie zusammenzubringen, sagte der Geschäftsführer der in Stuttgart ansässigen Einrichtung, Kerim Arpad. Damit könne ein öffentliches Zeichen gesetzt werden. Die Mehrheit der Menschen mit türkischen Wurzeln sei friedlich. Arpad geht nicht davon aus, dass der in der Türkei ausgetragene Konflikt in Deutschland zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führen wird. Es sei aber wichtig, dass die Politik in Deutschland klar mache, dass Gewalt und Selbstjustiz keine akzeptablen Mittel seien.

Seit Donnerstag gilt in der Türkei ein 90-tägiger Ausnahmezustand, den Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ausgerufen hat. Ziel ist seinen Angaben zufolge, gegen Anhänger der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen vorzugehen. Erdogan macht Gülen für den Umsturzversuch aus den Reihen der Streitkräfte mit mehr als 260 Toten verantwortlich, was dieser bestreitet. Die Türkei fordert von den USA Gülens Auslieferung.