Stuttgart Evangelische Heimstiftung: Aufbau von Pflegeinfrastruktur

Die Evangelische Heimstiftung erwartet von der Landesregierung mehr Engagement zur Behebung des Pflegemangels. Foto: Oliver Berg/Archiv
Die Evangelische Heimstiftung erwartet von der Landesregierung mehr Engagement zur Behebung des Pflegemangels. Foto: Oliver Berg/Archiv © Foto: Oliver Berg
Stuttgart / DPA 24.08.2018

Die Evangelische Heimstiftung erwartet von der grün-schwarzen Landesregierung deutlich mehr Engagement zur Behebung des Pflegemangels in Baden-Württemberg. Geschäftsführer Bernhard Schneider sagte, scheinbar sei die Realität bei der Landesregierung noch nicht angekommen. „Der Bedarf an pflegerischer Infrastruktur nimmt rasant zu, und das Angebot kann längst nicht mit der Nachfrage mithalten.“ Die Evangelische Heimstiftung betreut nach eigenen Angaben rund 11 400 Menschen in rund 100 Einrichtungen, darunter sind 86 Pflegeheime und 12 Tagespflegeeinrichtungen.

Schneider forderte ein Landesförderprogramm in Höhe von mindestens 100 Millionen Euro jährlich, um den Aufbau von Pflegeinfrastruktur zu fördern. Bis 2010 habe es im Südwesten ein Förderprogramm von jährlich 50 Millionen Euro gegeben. „Damit wurden der Bau und die Sanierung von Pflegeheimen mit bis zu 45 Prozent gefördert, was natürlich auch die Heimbewohner finanziell spürbar entlastet hat.“ Dann sei die Förderung ersatzlos gestrichen worden, weil es angeblich genug Pflegeplätze gegeben habe. Das Nachbarland Bayern nehme jährlich rund 60 Millionen Euro für neue Pflegeheime in die Hand.

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