Erster Großeinsatz beim ICE-Unglück von Eschede

SWP 22.05.2012

Organisierte Hilfe nach Schicksalsschlägen unterschiedlichster Art gibt es in Deutschland, seit 1990 die Arbeitsgemeinschaft Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst gegründet worden. Weithin bekannt wurde die ehrenamtliche Arbeit am 3. Juni 1998, als bei Eschede in Niedersachsen der ICE "Wilhelm Conrad Röntgen" entgleiste. Damals wurden 101 von 287 Passagieren getötet, 88 Menschen erlitten schwere Verletzungen. Kriseninterventionsteams nahmen sich auch der fast 2000 Helfer an.

Notfallseelsorge möchte mit Ansprache und Beistand posttraumatische Belastungsstörungen verhindern. Weil Muslime zu den Opfern gehören, werden immer häufiger auch Imame alarmiert. "Sie sind eine riesengroße Hilfe", sagte der Waiblinger Dekan. hgf