Modernisierung Gäubahn-Ausbau: Erster Baubescheid liegt vor

Zug auf der Gäubahn. Die wichtige Strecke soll wieder durchgehend zweigleisig werden. Für die ersten paar Kilometer gibt es jetzt die Bauerlaubnis.
Zug auf der Gäubahn. Die wichtige Strecke soll wieder durchgehend zweigleisig werden. Für die ersten paar Kilometer gibt es jetzt die Bauerlaubnis. © Foto: Franziska Kraufmann/dpa
Stuttgart / Alfred Wiedemann 02.05.2018
Durchgehend zweigleisig soll es schneller gehen auf der Gäubahn. Ein Baubescheid liegt vor, die Finanzierung ist offen.

Nach langem Warten liegt der Bescheid endlich vor: Das Eisenbahnbundesamt hat den Ausbau des ersten Gäubahn-Streckenabschnitts genehmigt. Es geht um knapp sechs Kilometer zwischen Horb und Neckarhausen.  „Das ist ein sehr wichtiger Schritt für den Ausbau und die Modernisierung der international bedeutsamen Verbindung Stuttgart-Bodensee-Zürich“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann. Zügig müsse jetzt eine Finanzierungsvereinbarung folgen: „Der Bund muss nun zeigen, dass er es mit dem Ausbau der Strecke ernst meint.“

Auch der Interessenverband Gäu-Neckar-Bodenseebahn begrüßte den Planfeststellungsbeschluss. Guido Wolf, Vorsitzender des Verbands und Justizminister, mahnte ebenfalls eine Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Bahn an. Der CDU-Politiker  kritisierte die langen Planungen für den zweigleisigen Ausbau des Abschnitts. Verband und Land hatten der DB Netz die Planungskosten vorfinanziert. „Wir haben jetzt ein wichtiges Etappenziel erreicht“, sagte Wolf. „Dennoch kann ich nicht nachvollziehen, dass mit den Planungen für den übrigen Gäubahn-Ausbau noch nicht einmal begonnen wurde.“  

 Die Verbindung zwischen Stuttgart und Zürich ist auf rund 70 Kilometern eingleisig. Doppelspurinseln sollen den Zugverkehr schneller machen. 2016 hatte die Bundesregierung den Gäubahn-Ausbau wieder in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen. Etwa 550 Millionen Euro will der Bund bereitstellen.

Ein Gutachten des Landes hatte zuvor ergeben, dass die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Zürich um etwa 20 Minuten verkürzt werden kann, wenn die Strecke teilweise ausgebaut wird und wenn Neigetechnikzüge eingesetzt werden.

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