Harry Ebert, Bürgermeister von Burladingen, ist der AfD beigetreten. Kreis- und Landesverband der Partei gaben die Nachricht am Freitag bekannt und feierten den Neueintritt und ihren ersten AfD-Bürgermeister „in Süddeutschland“ in  zwei Pressemitteilungen. Das „Bewerbungsgespräch“ zwischen Ebert und dem Sprecher des AfD-Kreisverbandes Zollernalb, Hans-Peter Hörner, habe am 8. März in Burladingen stattgefunden.

Die Sprecher der beiden Fraktionen des Gemeinderates reagierten zwar „empört“, waren aber nicht überrascht  vom Schritt des Rathauschefs. „Das war zu erwarten“, sagte Rosi Steinberg, Sprecherin der Freien Wähler. Eberts Äußerungen und provokante Facebook-Einträge hatten  seit Monaten für Debatten und Streit im Gemeinderat gesorgt – und für Schlagzeilen in Baden-Württemberg und darüber hinaus. Der AfD-Beitritt des Stadt­oberhaupts, sagte Michael Eisele, Chef der  CDU-Fraktion im Gemeinderat, bringe Burladingen erneut landesweit in die negativen Schlagzeilen.  Der Gemeinderat sei aber das Hauptorgan der Stadt und werde in seinem Gremium und im Rathaus keine AfD-Politik dulden.