Was geschieht mit der Lea in Ellwangen? Am 14. Februar 2019 soll die Entscheidung über den Fortbestand der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (Lea) fallen. Auf diesen Termin hatte sich der Gemeinderat der Stadt im Ostalbkreis geeinigt.

Befürworter und Gegner

Die Gemeinderats-Fraktionen der SPD und der Grünen hatten sich für eine Verlängerung der Einrichtung ausgesprochen. Der parteilose Oberbürgermeister Karl Hilsenbek hatte sich erstmals klar positioniert und die Weiterführung ebenfalls befürwortet. „Die LEA soll weiterbetrieben werden, das ist meine persönliche Meinung.“

Die Freien Bürger hingegen sprachen sich dagegen aus und letztlich sorgten die Stadträte der CDU dafür, dass die Entscheidung vertagt wurde.

Zunächst befristet

2015 hatte Baden-Württemberg die Lea in der ehemaligen Bundeswehrkaserne für zunächst fünf Jahre bis zum Frühjahr 2020 eingerichtet.

700 Flüchtlinge bis 2024

Der Vertragsentwurf sah vor, die Laufzeit der LEA in Ellwangen bis Ende 2024 zu verlängern. Maximal 700 Flüchtlinge sollten dann darin untergebracht werden. Stadt und Landkreis sollten im Gegenzug weiterhin davon entbunden werden, Anschlussunterbringungen zu stellen.

Das Land trägt die Kosten für die LEA. Der aktuelle Vertrag gilt bis Mai 2020.

Aufsehen erregt

Bundesweite Aufmerksamkeit erregte Ende April die gescheiterte Abschiebung eines Asylbewerbers aus der Unterkunft. Polizisten sahen sich durch eine Menge von rund 150 Flüchtlingen bedroht und zogen sich zurück. Erst ein Großeinsatz mit mehreren Hundert Beamten machte drei Tage später die Abschiebung möglich.