Es geht um einen Kredit der bundeseigenen Förderbank KfW in Höhe von 71 Millionen Euro, den der Bund nur freigeben will, wenn die Länder im Notfall dafür geradestehen.

In einer Transfergesellschaft würden die Schlecker-Mitarbeiter bis zu einem Jahr lang einen Großteil ihres Gehalts weiterbekommen und gleichzeitig für Bewerbungen geschult. Doch obwohl Vertreter der 16 Bundesländer am Montag bereits eine grundsätzliche Einigung über die für die Finanzierung der Transfergesellschaft nötige Bürgschaft getroffen hatten, ist nicht sicher, wie stark sich die einzelnen Länder beteiligen und ob überhaupt alle Bundesländer mitziehen.

Weder das federführende baden-württembergische Wirtschaftsministerium noch Schlecker wollten sich am Mittwoch zu den Erfolgsaussichten äußern. Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) hatte sich vor einigen Tagen aber bereits "vorsichtig optimistisch" gezeigt.

Dagegen wird sich Sachsen-Anhalt vermutlich nicht beteiligen. Eine Transfergesellschaft sei angesichts der über das ganze Land verteilten Schlecker-Filialen nicht zielführend, sagte CDU-Landesfraktionschef André Schröder am Mittwoch in Magdeburg.

Auch der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) äußerte sich am Abend nach Angaben seines Sprechers skeptisch. Die Transfergesellschaft diene in erster Linie als Instrument zur Restrukturierung des in Baden-Württemberg ansässigen Unternehmens Schlecker. Es gehe dabei nicht um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Eine Sprecherin des hessischen Wirtschaftsministeriums sagte der dpa am Abend, das Land gehe "ergebnisoffen" in die Gespräche. Es treffe nicht zu, dass sich Hessen auf eine Ablehnung festgelegt habe. Allerdings hätten bislang weder Baden-Württemberg, noch der Schlecker-Insolvenzverwalter Unterlagen vorgelegt, die "in irgendeiner Form prüffähig gewesen" seien.