Stuttgart Eisenmann: Rechnungshof-Gutachten stößt Bildungsdebatten an

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) spricht im Landtag. Foto: Sina Schuldt/Archiv
Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) spricht im Landtag. Foto: Sina Schuldt/Archiv © Foto: Sina Schuldt
Stuttgart / DPA 15.06.2018

Das Rechnungshofgutachten zum besseren Lehrereinsatz stößt nach Auffassung von Kultusministerin Eisenmann (CDU) wichtige bildungspolitische Debatten an. Beim Thema Lehrerarbeitszeit und Gestaltung der Schullandschaft seien Diskussionen in der grün-schwarzen Landesregierung und den Koalitionsfraktionen nötig, sagte sie am Freitag in Stuttgart.

Allerdings habe ihr Ressort auch viele der von den Kontrolleuren genannten Punkte bereits angegangen. Als Beispiele nannte sie die Empfehlung, den Einsatz von Lehrern in der Schulverwaltung zu reduzieren und die Zahl der über 100 Schulversuche zu verringern.

Im Schuljahr 2018/19 würden bereits 207 Stellen in der Verwaltung wieder in die Unterrichtsversorgung fließen. Eisenmanns Vorgänger, SPD-Fraktionschef Andreas Stoch, hatte von „Binsenweisheiten“ gesprochen. Eisenmann betonte, es sei richtig gewesen, den Rechnungshof einzuschalten. Er war Ende 2016 beauftragt worden, den Lehrereinsatz zu überprüfen und Potenzial für mehr Unterricht auszumachen.

Die Gutachter schlagen vor, die Unterrichtsverpflichtung der Lehrer nicht wöchentlich, sondern über ein gesamtes Schuljahr hinweg zu definieren. Sie empfehlen auch, die Grundschulen in die Planung der Schullandschaft einzubeziehen. Dabei könnten „größere Strukturen“ von Vorteil sein. Der Gemeindetag warnte daraufhin vor der Schließung kleiner Grundschulen. Mehr als 200 Grundschulen haben weniger als 60 Schüler. Überdies kommt der Rechnungshof zu dem Schluss, dass mehr Lehrer nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen führen.

PM Rechnungshof

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