Ganztagsschule Eisenmann will Zukunft der Ganztagsschule offen diskutieren

Stuttgart / lsw 24.11.2016

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will mit Eltern, Schülern, Vereinen und Verbänden ohne Vorfestlegungen auf die Zukunft der Ganzstagsschule in Baden-Württemberg diskutieren. Entscheidungen sollen beim Ganztagsgipfel heute in Kornwestheim aber noch nicht fallen, sagte sie gestern im Landtag. Es solle dazu eine zweite Konferenz im Frühjahr geben.

Zum Ganztagsgipfelgespräch treffen sich heute Vertreter von Schulleitungen, Lehrern, Eltern, Schülern, außerschulischen Partner, Schulträgern und Vertretern der Lehrerverbände und der Schulverwaltung, teilt das Kultusministerium mit. Eisenmann sagte, grundsätzlich gelte es, erst zuzuhören und dann Entscheidungen zu treffen.

Der FDP-Bildungsexperte Timm Kern hält die bisherige Form der Ganztagsschulen für zu starr. Er forderte eine offene Ganztagsschule mit offenen Angeboten am Nachmittag. Eltern sollen selber entscheiden können, an welchen Nachmittagen ihre Kinder die Schule besuchen. Faktisch könnten die Eltern derzeit nur zwischen Ganztag und Nicht-Ganztag wählen. Auch der Städtetag pocht auf flexiblere Modelle der Ganztagsbetreuung. So sollten sich an großen Grundschulen der Ganztagsbetrieb und flexible Nachmittagsbetreuung nicht länger ausschließen.

Im Juli 2014 hatte der Landtag die Ganztagsschule im Schulgesetz verankert. Damit wurde sie fester Bestandteil im Bildungssystem. Bis dahin hatte es die Ganztagsschule im Land nur als Modellversuch gegeben. dpa