Stuttgart Eisenmann hält generelles Handyverbot an Schulen für falsch

Eine Schülerin sitzt mit ihrem Handy und ihren Schulsachen an einem Schreibtisch. Foto: Sven Hoppe/Archiv
Eine Schülerin sitzt mit ihrem Handy und ihren Schulsachen an einem Schreibtisch. Foto: Sven Hoppe/Archiv © Foto: Sven Hoppe
Stuttgart / DPA 31.07.2018

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will die Schule nicht zur absoluten Tabuzone für Handys erklären. „Ein generelles Handyverbot halte ich für falsch“ sagte die Ministerin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Handys sind Teil unseres Lebens. Und es gibt ja bei Eltern durchaus das berechtigte Interesse, ihre Kinder vor und nach dem Unterricht zu erreichen.“

Das französische Parlament hatte am Montag ein erweitertes Handyverbot in Schulen beschlossen. Das Gesetz verbietet grundsätzlich die Nutzung von Mobiltelefonen in allen Vor- und Grundschulen sowie in der Sekundarstufe I.

„Wir müssen in Schulen vielmehr bewusst mit der Handy-Nutzung umgehen, das ist auch eine Frage der Medienbildung“, meinte Kultusministerin Eisenmann. Ein flächendeckendes, strenges Handyverbot wie in Frankreich stößt auch bei den anderen Bildungsministern der Bundesländer weitgehend auf Ablehnung. Auch die Bildungsgewerkschaft GEW hält es nicht für sinnvoll.

Schulen können der Kultusministerin zufolge Regeln zur Handynutzung auf dem Schulgelände entwickeln und bestimmen, dass Handys im Unterricht ausgeschaltet sein müssen. Die Schulen könnten im Rahmen der Schulordnung auch eingreifen, „wenn der Handyeinsatz entgleitet oder nicht funktioniert“.

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