Stuttgart DNA-Spuren der Mörder Kiesewetters

Stuttgart / LSW 05.10.2015
Die gestohlenen Dienstwaffen der Polizistin Michèle Kiesewetter und ihres Kollegen Martin A. weisen DNA-Spuren ihrer mutmaßlichen Mörder vom rechtsterroristischen "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) auf.

Die gestohlenen Dienstwaffen der Polizistin Michèle Kiesewetter und ihres Kollegen Martin A. weisen DNA-Spuren ihrer mutmaßlichen Mörder vom rechtsterroristischen "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) auf. Das sagte eine Sachverständige des Bundeskriminalamtes am Freitag in Stuttgart vor dem NSU-Ausschuss des baden-württembergischen Landtages. Die beiden Pistolen lagen in dem ausgebrannten Wohnmobil in Thüringen, in dem am 4. November 2011 die Leichen der NSU-Mitglieder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gefunden worden waren.

Es wird vermutet, dass Mundlos und Böhnhardt die Waffen als eine Art Trophäe betrachteten. Außerdem fanden die Ermittler an einer Jogginghose des Uwe Mundlos Blutspuren Kiesewetters. Mundlos hatte die Hose seit dem Attentat nicht mehr gewaschen. In der Hose befanden sich zwei benutzte Taschentücher, die ebenfalls Mundlos zugewiesen werden konnten, wie die Sachverständige des Bundeskriminalamtes erklärte. Die Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter war am 25. April 2007 getötet worden. Der Untersuchungsausschuss im Landtag soll die Bezüge der Rechtsterroristen nach Baden-Württemberg und mögliches Behördenversagen genauer betrachten.

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