Umwelt Naturschutztage: Sterben der Insekten im Blick

Das Insektensterben ist eines der Themen der Naturschutztage.
Das Insektensterben ist eines der Themen der Naturschutztage. © Foto: dpa
Petra Walheim 02.01.2018
Das Insektensterben ist eines der Hauptthemen bei den Naturschutztagen vom 4. bis 7. Januar in Radolfzell.

 Es ist ein Thema, das alle betrifft: Wenn die Insekten sterben, werden auch die Vögel weniger. Und wenn die Insekten, besonders die Bienen, ihre Bestäubungsarbeit nicht mehr tun, gibt es weniger Obst. Es ist ein Teufelskreis, aus dem auch die Natur- und Umweltschutzverbände einen Weg suchen.

Deshalb steht das fortschreitende Insektensterben im Mittelpunkt der 42. Naturschutztage, die vom 4. bis 7. Januar im Milchwerk in Radolfzell stattfinden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) sowie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) laden zu der Tagung ein, bei der auch deutliche Appelle an die Politik gerichtet werden. Zum Thema Insektensterben fordern Bund und Nabu, dass der Pestizideinsatz reduziert und die ökologische Landwirtschaft gefördert werden.

Besonders am Freitag, 5. Januar, wird die Politik in den Fokus gerückt. Es geht um die Biodiversität im Land, und der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann tritt zu diesem Thema als Gastredner auf. Er hält ein Impulsreferat und stellt sich den Fragen des Publikums. Das Thema am Samstag ist die zukunftsfähige Landwirtschaft.

Aber auch die Diskussion um Aquakulturen im Bodensee wird in Radolfzell aufgegriffen. Dazu soll am Freitag eine Resolution verabschiedet werden, die sich gegen die Felchenmast im Bodensee wendet. Mehr Infos unter www.naturschutztage.de