Düsseldorf Daimler investiert halbe Milliarde Euro in vernetzte Lkws

Wolfgang Bernhard spricht bei einem Pressegespräch. Foto: Marijan Murat/dpa/Archiv
Wolfgang Bernhard spricht bei einem Pressegespräch. Foto: Marijan Murat/dpa/Archiv
Düsseldorf / dpa 21.03.2016

Nutzfahrzeugvorstand Wolfgang Bernhard am Montag in Düsseldorf an. Dazu arbeiten etwa 100 Mitarbeiter beim US-System Detroit Connect. Daimler plane eine offene Plattform, an der sich auch andere Hersteller beteiligen können. Umsatzerwartungen konnte Bernhard nicht nennen, aber: "Das Geschäft ist heute schon profitabel."

Weltweit seien bereits 365 000 Fahrzeuge über Daimlers Systeme FleetBoard in Europa und Detroit Connect in den USA vernetzt. Sie können ihren Zustand, Standort, aber auch Beladung an Disponenten, Flottenbetreiber oder Werkstätten funken. Gleichzeitig erhalten die Fahrer Informationen über Verkehr und Wetter oder Rastplätze.

Die digitale Dauerbeobachtung soll mehr Effizienz bringen: "Ein Lastwagen fährt heute nur ein Drittel der Zeit, die übrige Zeit wartet er an Grenzen oder aufs Entladen", erläuterte Bernhard. In Europa seien 25 Prozent aller gefahrenen Lkw-Kilometer Leerfahren. Durch die Übermittlung der Ankunftszeit ließen sich beispielsweise Wartezeiten beim Entladen oder in der Werkstatt senken. Am Montag führte Daimler vor, wie miteinander vernetzte Lastwagen "im Päckchen" fahren können. Sie können näher auffahren, dadurch verringert sich der Luftwiderstand und sie verbrauchen weniger Kraftstoff.

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