Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat in einem Youtube-Video dazu aufgerufen, die geltenden Corona-Regeln auch weiterhin einzuhalten. Er betonte auch: Die Pandemie sei nicht vorbei, das Virus nicht verschwunden. „Und das gilt auch trotz mancher guten Nachricht, die wir haben“, sagte Kretschmann. „Wir sind jetzt in einer Phase, in der wir besonders viel Ausdauer brauchen und sogar richtig zäh sein müssen, um die Erfolge nicht wieder zu verspielen.“ Zwar sei Deutschland bisher besser durch die Corona-Krise gekommen als die meisten anderen Länder der Welt. Fast täglich werde aber von neuen Infektionsherden berichtet. Die schwere Doppelaufgabe sei es jetzt, die Corona-Beschränkungen weiter zu lockern und gleichzeitig die Neuinfektionen niedrig zu halten.

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Kretschmann entschuldigt sich für Mundschutz-Fehler

Gleichzeitig entschuldigte sich der Ministerpräsident dafür, dass er trotz der Corona-Vorschriften am Berliner Flughafen Tegel kurz keinen Mundschutz trug. „Es war ein Fehler, und das tut mir leid. Bitte nehmen Sie das nicht als Vorbild“, sagte er in dem veröffentlichten Statement.
Journalisten und viele Bürger hätten ihn über die Social-Media-Kanäle erinnert, dass er im Flughafen einmal die Atemmaske abgenommen habe. „Das stimmt. Ich habe in der Wartehalle schnell ein paar Süßigkeiten gegessen und dabei meine Maske abgenommen.“

Zahlreiche Drohungen und Beleidigungen auf Facebookseite von Kretschmann

Nach zahlreichen Drohungen und Beleidigungen auf der Facebook-Seite von Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann hat das Staatsministerium die Seite vorübergehend vom Netz genommen. Die Seite sei nach Veröffentlichung des jüngsten Podcasts des Grünen-Politikers am Freitagabend ununterbrochen von sogenannten „Corona-Rebellen und Verschwörungsideologen“ angegriffen worden, teilte die Pressestelle des Staatsministeriums am Samstagabend mit.
„Im Sekundentakt posteten die Nutzerinnen und Nutzer zahlreiche Falschaussagen, Verschwörungserzählungen, Drohungen, Beleidigungen und andere strafrechtlich relevante Inhalte.“ Insgesamt gingen in 20 Stunden weit mehr als 4000 Kommentare der „Störer“ ein, wie es hieß. Ein normaler Betrieb der Seite sei daher nicht mehr möglich gewesen.