Kinder und Eltern in Baden-Württemberg dürfen sich freuen: Das Land lockert die Vorgaben zu Freizeitprogrammen und Zeltlagern in den Sommerferien. Diese sind ab 1. Juli wieder möglich – unter bestimmten Voraussetzungen.
Die entsprechende Verordnung für Angebote der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit wurde am Freitag verkündet. Wie das Sozialministerium mitteilt, hatte eine neu eingerichtete Arbeitsgruppe in den vergangenen Wochen intensiv an einer Strategie für die schrittweise Wiederzulassung gearbeitet.
„Mit der Verordnung haben wir einen guten Kompromiss gefunden, um den Gesundheitsschutz für alle Beteiligten sicherzustellen, ohne dass Spiel und Spaß dabei auf der Strecke bleiben. In jedem Fall muss verhindert werden, dass beispielsweise Zeltlager und Waldheime zu Infektionshotspots werden und dadurch gravierende Auswirkungen auf den Schul- und Kitabetrieb nach den Ferien haben“, so Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha. Die Veranstalter müssten ein Hygienekonzept und ein Präventions- und Ausbruchsmanagement haben.

Kreis Göppingen

Das sind die neuen Regeln

  • Ferienprogramme und Zeltlager sind ab 1. Juli mit bis zu 100 Teilnehmern und ab 1. August mit bis zu 500 Personen möglich – ab dann werden auch die Betreuenden bei der maximal zulässigen Personenzahl mit eingerechnet. Nehmen mehr als 100 Personen teil, müssen die Teilnehmer feste Gruppen von bis zu 30 Personen bilden. Innerhalb der Gruppe muss die Abstandsempfehlung von 1,5 Meter nicht eingehalten werden, zwischen den Gruppen wird der Mindestabstand empfohlen.
  • Bei Übernachtungen in Zelten gilt: Für die Schlafenszeit entfällt die Abstandsempfehlung. Jedoch sollte eine massenhafte Belegung möglichst reduziert werden
  • Eine Selbstversorgung ist bei Angeboten mit Übernachtung in Zelten möglich. Teilnehmer sollen die allgemeinen Hygienevorschriften bei der Zubereitung und der Ausgabe von Speisen und Getränken beachten
  • Für die gemeinsame An- und Abreise und für Ausflüge als Teil der Ferienprogramme und Zeltlager gilt die Maskenpflicht