Einschränkungen und Regeln in der Corona-Krise betreffen derzeit alle wirtschaftlichen Bereiche. Baden-Württembergs Justizminister Guido Wolf (CDU), der in der Landesregierung auch für den Tourismus verantwortlich ist, sorgt sich aktuell speziell um die Hotel- und Gastronomiebetriebe im Land.

Wolf: Zeit für verlässliche Rahmenbedingungen

In den vergangenen Tagen war der Minister bei mehreren Betrieben zu Gast, um sich selbst ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Dabei stellte er klare Forderungen: „Jetzt wird es Zeit, dass wir verlässliche Rahmenbedingungen mit Blick auf Pfingsten und den Sommer schaffen“, sagte Wolf etwa bei einem Besuch in Leutkirch im Allgäu, wie die Stadt auf ihrer Internetseite berichtet. „Aber selbst wenn wir Mitte oder Ende Mai wieder öffnen könnten - an einem weiteren Überbrückungspaket für den Tourismus führt kein Weg vorbei, wenn wir keinen Strukturbruch riskieren wollen.“ Ein solches, 300 Millionen Euro schweres Paket liege bereits auf dem Tisch - es müsse nur noch verabschiedet werden, heißt es dort weiter.

Ministerpräsident Kretschmann reagiert zurückhaltend

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) reagierte auf die Forderungen Wolfs zurückhaltend. Man werde Entscheidungen nur Schritt für Schritt treffen und fange mit den unproblematischen und nicht mit den problematischen Bereichen an. Zuvor hatte Bayern erklärt, die Gaststätten schrittweise bis Ende Mai wieder öffnen zu wollen. „Wenn Bayern dies ermöglicht, sollten wir das auch in Baden-Württemberg schnell tun“, forderte Wolf.