Darauf haben Wirte und Hoteliers verzweifelt gewartet: ein Signal der Politik, wann sie trotz Corona-Krise endlich wieder öffnen können. In Baden-Württemberg soll es nach Plänen des Tourismusministers am 18. Mai zunächst mit der Außengastronomie losgehen.

Wolf: Gastronome sollen verbindlich planen können

Es handele sich bei den Terminen noch nicht um einen gemeinsamen Beschluss, sondern um „Pläne, an denen mit Hochdruck gearbeitet“ werde, erläuterte ein Sprecher von Wolfs Ministerium. „Ich kann versprechen, dass die Landesregierung den Zeitplan bis zum Wochenende hinterlegt, damit die Gastronomen verbindlich planen können“, sagte Wolf dem Sender. Da sei man sich im Kabinett „ja völlig einig“. Die Infektionszahlen müssten aber stabil bleiben, damit die Pläne umgesetzt werden können.

Auch Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sprach sich für den Vorschlag aus: „Wir brauchen schnellstmöglich eine Entscheidung zur stufenweisen Öffnung für das Gastgewerbe“, sagte sie am Donnerstag und bestätigte den Zeitplan des Tourismusministers. Sie werde sich „vehement dafür einsetzen, dass die Landesregierung noch vor dem Wochenende dazu einen klaren Beschluss fasst, damit die Betriebe noch den nötigen Vorlauf haben“.

Seit dem 21. März war es Gaststätten und Restaurants wegen der Ausbreitung des Coronavirus verboten, Gäste zu bewirten. Hotels durften nicht mehr für Touristen öffnen, sondern nur noch „für notwendige Zwecke“, etwa für Geschäftsreisende. Der Umsatz der Branche sackte in der Folge in den Keller, viele Betriebe fürchten seither um ihre Existenz.

Weitere Lockerungen der Corona-Regeln

Am Mittwoch hatte die Landesregierung weitere Lockerungen der Corona-Regeln vorgestellt. Dazu war ein „Stufenplan“ entwickelt worden. Der Plan sieht fünf Öffnungsstufen vor, die erste soll kommenden Montag greifen.